3. Warum sollen die Asylverfahren neu in Bundeszentren durchgeführt werden?

Testzentrum

Durch die Konzentration aller relevanten Akteure des erstinstanzlichen Verfahrens an einem Ort sollen erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden. Die erforderliche Abstimmung zwischen allen Akteuren (SEM, Beratung, Rechtsvertretung, Dolmetschende, Betreuungspersonal) wird somit vereinfacht und soll zu einer reibungslosen und effizienten Behandlung der Asylgesuche beitragen. Nach den Ergebnissen der externen Evaluation ist dies im Verfahrenszentrum Zürich (sog. Testbetrieb), in dem solche Verfahrensabläufe seit Januar 2014 getestet werden, gelungen. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und der gute Informationstand der Asylsuchenden sind dabei wichtige Bestandteile der Begleitmassnahmen der angestrebten Verfahrensbeschleunigung.

Um faire Verfahren und Bedingungen für die Asylsuchenden zu garantieren, ist es schliesslich unabdingbar, dass verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure Zugang zu den vorgesehenen Bundeszentren haben, um die Asylsuchenden zu unterstützen und gleichzeitig zu einer gewissen Beobachtung und Kontrolle der Situation in den Zentren beizutragen.

Der Aufbau dieser Bundeszentren ist faktisch – unabhängig vom Ausgang der Abstimmung am 5. Juni – bereits beschlossene Sache. Die Asylkonferenz, welche aus Vertretern des Bundes, der Kantone und der Gemeinden besteht, hat dies bereits festgehalten und die Suche nach entsprechenden Standorten ist im Gang. Derzeit sind bereits elf von 17 vorgesehenen Standorten bestimmt.