2. Wird durch die vorgesehenen Behandlungsfristen des Bundesverwaltungsgerichts die Qualität der Asylverfahren reduziert?

Nein. Im revidierten Asylgesetz sind mindestens gleich lange und teilweise (für die erweiterten Verfahren) sogar vorteilhaftere Behandlungsfristen vorgesehen (Art. 109 rev. AsylG) als im aktuell gültigen Asylgesetz. Dabei handelt es sich um Ordnungsfristen. Die Nichteinhaltung von Ordnungsfristen hat keine rechtlichen Konsequenzen. Zudem ist vorgesehen, dass das Bundesverwaltungsgericht die Frist um einige Tage überschreiten darf, falls „triftige Gründe“ vorliegen. Aus den Behandlungsfristen ergibt sich somit kein erhöhter Zeitdruck im Vergleich zur aktuellen Situation.